YES WE CAN! Titans befreien sich!
Ja, das war schon sehr nervenaufreibend, geradezu dramatisch. Wer die ersten beiden Heimspiele live in der Margon Arena oder im Livestream verfolgt hat, wird wissen, dass im Basketball ein Spiel
erst endgültig gelaufen ist, wenn die Schluss-Sirene ertönt und es in diesem Moment nicht unentschieden steht. Gegen Paderborn gab es sogar zwei Verlängerungen. Vier Spiele mussten die Dresdner
Basketballer zum Teil bittere Niederlagen hinnehmen, weil sie erst in letzter Sekunde entschieden wurden. Im fünften Spiel hat es nun endlich geklappt. Die Dresden Titans gewinnen gegen den
Favoriten Römerstrom Gladiators Trier ihr erstes Spiel in der 2. Bundesliga ProA mit 91:83 - ein historischer Sieg.

Sebastian Heck und seine Titans freuten sich über den ersten Sieg. Foto: Philipp Cherubim
Besonders bemerkenswert dabei war die erste Halbzeit, denn die ohnehin offensivstarken Titans krönten ihre gute Leistung mit neun Dreiern in Folge - rekordverdächtig. Da flutschte tatsächlich
jeder "Long Shot" durchs Netz, als ob die Jungs 24 Stunden am Tag nichts anderes machen. 9 von 9 - grandios.
Doch auch in der Defensive griffen die Elbestädter diesmal härter zu und sicherten wichtige Bälle unter dem Korb. Ein Fakt, an dem sie zuvor arbeiteten, weil sie zwar bislang die beste Offense
der Liga stellen, aber in der Abwehrarbeit etwas schwächelten. Dies mussten Dresdens Basketballer zu Beginn der Saison bitter bezahlen als sie in drei Spielen gut gegen ihre Gegner mithielten,
zum Teil sogar deutlich führten, aber zum Ende der Partie sich die Butter vom Brot nehmen ließen. Diesmal war Pfeffer drin, auch wenn Center Jervon Pressley (Fußverletzung) und Daniel Krause
(Infekt) fehlten.
Nun haben sich die Korbjäger vom Druck befreit und können mit der Gewissheit in die nächsten Spiele gehen, dass sie auch gegen vermeintliche Favoriten eine gute Chance haben, zu siegen. Es muss
aber nicht immer so spannend werden Jungs!
Stefan Brock
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